adac rallyemasters / adac junior cup



20./21.04. - 49. ADMV Rallye Erzgebirge

04./05.05. - 25. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land

15./16.06. - 42. ADAC Rallye Stemweder Berg
29./30.06. - ADAC Rallye Niedersachsen 03./04.08. - 23. ADAC Litermont-Rallye

07./08.09. - 5. ADAC Ostsee-Rallye, Grömitz



Endläufe: 28./29.09. - ADAC Rallye Baden-Württemberg

26./27.10. - ADAC 3-Städte-Rallye, Kirchham

25. November 2011


RBHahn

ADAC Rallye Masters 2011/2012 PM 15 / 23. Oktober 2011

ADAC Rallye Masters weiter auf Erfolgskurs
Erneuter Teilnehmerzuwachs 2011 – Attraktiver Kalender für 2012

Das ADAC Rallye Masters war auch 2011 weiter auf Erfolgskurs. Bei den sieben Veranstaltungen in ganz Deutschland kämpften über 450 Teams um Punkte, Pokale und Preisgelder. Damit wurde das Rekordergebnis der Saison 2010 nochmals übertroffen. Seit der Erstauflage der attraktiven Breitensportserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt in 2006 stieg die durchschnittliche
Teilnehmerzahl je Lauf von rund 50 auf inzwischen über 65 Teams. Aber auch Spannung war garantiert, bis zum Finale hatten noch sechs Teams die Chance auf den Titel. Und mit Holger Knöbel feierte ein Pilot in Ostbayern den Masters-Sieg, der sich an gleicher Stelle genau 10 Jahre zuvor den Titel im ADAC Rallye Junior Cup sicherte. ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk zeigt sich über die positive Entwicklung sehr erfreut: „Unser Konzept für das ADAC Rallye Masters hat sich mittlerweile bewährt. Die steigenden Teilnehmerzahlen verdeutlichen die große Beliebtheit des ADAC Rallye Masters. Die Kombination aus Ausschüttung
eines attraktiven Preisgeldes, geringem Nenngeld und zeitgemäßer Rallye-Veranstaltungen hat sich bei Fahrern und Teams etabliert. Auch die Veranstalter verzeichnen steigende Zuschauerzahlen. Ich freue mich heute schon auf die kommende Saison.“
Für die Saison 2012 stehen insgesamt acht attraktive Veranstaltungen auf dem Fahrplan der Aktiven. Von der Ostsee bis nach Ostbayern und vom Saarland bis nach Sachsen sind die Veranstaltungen über ganz Deutschland verteilt. Vier der sechs Vorläufe gehen in die Endwertung ein, dazu kommen noch die beiden Finalläufe in Baden-Württemberg und bei der ostbayrischen
3-Städte-Rallye. Das Konzept mit kurzen aber anspruchsvollen Veranstaltungen hat sich ebenso bewährt wie die Aufteilung in bislang sieben leistungsgerechte Divisionen. In der Saison 2012 gibt es nun erstmals zusätzlich die Division 8 für historische Fahrzeuge nach dem internationalen Reglement des 'Anhang K'. "Damit können nun auch die Teams um Punkte und Preisgelder kämpfen, die bislang nur als Gaststarter bei unseren Masters-Läufen dabei waren", erklärt Serienkoordinator Josef Kaspar. Bis zu 45 000 Euro Preisgeld gibt es im ADAC Rallye Masters und dem dabei ausgetragenen ADAC Rallye Junior Cup in der kommenden Saison zu gewinnen. Das ermäßigte Nenngeld beträgt nur 250 Euro je Veranstaltung. Das bewährte Reglement wurde für 2012 nur in Details verändert. So wurde die Punktevergabe dem internationalen Standard aus der Rallye-Weltmeisterschaft angeglichen.


Terminkalender ADAC Rallye Masters 2012
und ADAC Rallye Junior Cup 2012*:

Vorläufe
20./21.04.2012 49. ADMV Rallye Erzgebirge, Stollberg
04./05.05.2012 25. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land, Sulingen
15./16.06.2012 42. ADAC Rallye Stemweder Berg, Stemwede
29./30.06.2012 ADAC Rallye Niedersachsen, Osterode/Harz
03./04.08.2012 23. ADAC Litermont-Rallye, Nalbach
07./08.09.2012 5. ADAC Ostsee-Rallye, Grömitz

Endläufe
28./29.09.2012 ADAC Rallye Baden-Württemberg, NN
26./27.10.2012 ADAC 3-Städte-Rallye, Kirchham
* Stand: 23. November 2011


 

03. Juli 2011


RBHahn

ADAC Rallye Masters 2011 PM 10 / 03. Juli 2011

Knöbel / Mönkemöller gewinnen auch in Niedersachsen
Spitze im ADAC Rallye Masters rückt dicht zusammen

Wechselhafte Witterungsbedingungen mit teilweise heftigen Schauern machten die Reifenwahl bei der ADAC Rallye Niedersachsen (01.-02.Juli 2011) oft zu einem Lotteriespiel. Wie schon vor zwei Wochen in Stemwede siegten Holger Knöbel / Thomas Mönkemöller (Rheda-Wiedenbrück / Bielefeld) im Subaru Impreza beim fünften Vorlauf zum ADAC Rallye Masters. Das Podest in Osterode am Harz komplettierten Klaus Osterhaus / Uwe Mausbeck (Unna / Bergisch -Gladbach) im Mitsubishi Lancer und das Ehepaar Carsten und Michaela Alexy (Rotenburg an der Fulda) in ihrem Audi S2 quattro. Mit den besten vier Resultaten aus den fünf Vorläufen geht es jetzt in die beiden entscheidenden Finalläufe des ADAC Rallye Masters. Dabei liegen die ersten sieben Teams innerhalb von nur sieben Punkten! Hinter dem 20- jährigen Tabellenleader Sepp Wiegand mit 83 Punkte lauern Henrik Hanser (82), Holger Knöbel (81), Olaf Müller (80), Niklas Birr (79), Udo Schiffmann (78) und der Däne Johnny Pedersen mit 76 Zählern.

Der Sieg von Holger Knöbel hing an einem seidenen Faden: Mit einem Defekt am Hinterachs-Differential des Subaru Impreza ging er in die letzten drei Prüfungen, "auf der letzten WP hatten wir sogar nur noch Frontantrieb", berichtete er glücklich im Ziel, "das wechselnde Wetter hat mir gefallen, bei solchen Bedingungen fahre ich schon immer sehr gern." Der Sieger des ADAC Rallye Junior Cup von 2001 und des HJS Diesel Masters von 2009 schob sich mit dem zweiten Gesamtsieg innerhalb von zwei Wochen auf Rang drei der Masters-Zwischenwertung. Damit hat er seine Chancen auf einen weiteren Titel in seiner Sammlung gewahrt. "Holger hat verdient gewonnen, ich war heute teilweise nicht mutig genug", zollte der zweitplazierte HJSSportchef Klaus Osterhaus (Mitsubishi Lancer) dem Sieger Respekt. Durch den gegen Ende wieder stärker einsetzenden Regen wurden auch die Hoffnungen von Johnny Pedersen auf den dritten Platz von der Straße gespült. Der Däne lag im BMW M3 zwischenzeitlich sogar dicht hinter Osterhaus, musste sich dann aber auf der letzten Prüfung Carsten Alexy geschlagen geben. "Die Kurven waren extrem ausgefahren. Der viele Dreck auf der Straße und dazu der Regen, da hatte ich im Hecktriebler keine Chance mehr." Carsten Alexy, der ADAC Rallyemeister von 2009, war sichtlich erleichtert nach drei Ausfällen in Folge endlich wieder das Ziel zu sehen: "Nach einem Dreher am Morgen hatte ich etwas den Mut verloren, jetzt sind wir endlich wieder im Ziel und dann auch noch auf dem Podium. Und die vier Bestzeiten sind gut fürs Selbstvertrauen!"
Je vier Bestzeiten für Knöbel und Alexy, drei für Osterhaus und eine für BMWPilot Udo Schiffmann belegen die Ausgeglichenheit an der Spitze, zeigen bei genauerem Hinsehen aber auch, wer zu welchem Zeitpunkt die optimalste Reifenwahl getroffen hatte.
Nie ganz an der Spitze, aber egal bei welchem Wetter immer vorne dabei waren Henrik Hanser / Alexander Rödiger (Wittenborn / Hannover) im BMW 318is. "Das ist mein Wetter, ich mag diese Unwägbarkeiten, diesen schwierigen Bedingungen", strahlte Hanser im Ziel.






Vor wesentlich leistungsstärkeren Fahrzeugen fuhr er auf den fünften Gesamtrang. Durch den dritten Divisionssieg schob er sich in der Masterswertung auf den 3. Platz und die Zusatzpunkte durch den siebten Gesamtrang eine gute Ausgangssituation für die Finals. Udo Schiffmann ver- besserte sein Punktekonto und verteidigte im BMW M3 knapp die Divisionsführung vor Pedersen. Mit der vierten Gesamtzeit in der ersten Prüfung machte sich Niklas Birr auf den Weg, die Mastersführung zu über- nehmen. Doch schon nach wenigen Meter der zweiten WP endete das Vorhaben – sein Renault Clio R3 steckte zwar weitestgehend unbeschädigt im Graben, war aber mangels Helfer nicht schnell genug zu bergen. Die drängelnde Enge an der Tabellenspitze des ADAC Rallye Masters verspricht Spannung pur für die beiden Finalläufe. "So muss es sein, besser hätte man das Drehbuch nicht schreiben können", formulierte Serienkoordinator Josef Kaspar nach dem Blick auf die Tabelle. Nach der Sommerpause fallen die Entscheidungen über Sieg und Platzierte im ADAC Rallye Masters bei den beiden Finalläufen. Zuerst geht es am 09.-10. September zur ADAC Ostsee Rallye in den hohen Norden, zum Abschluss folgt der letzte Saisonlauf Ende Oktober bei der ADAC 3-Städte Rallye im Südosten Bayerns.
ADAC Rallye Junior Cup
Der fünfte und damit letzte Vorlauf bei der ADAC Rallye Niedersachsen (01.- 02.Juli 2011) brachte Veränderungen in der Spitze des ADAC Rallye Junior Cup. Tabellen-Leder Sepp Wiegand (20, Zwönitz) hatte den letzten Vorlauf ausgelassen, da er – es werden nur die besten vier Ergebnisse der fünf Läufe gewertet – sich nicht mehr verbessern konnte. Die Tabellen-Führung konnte er dennoch verteidigen, die Verfolger rückten allerdings auf. Bis zu den letzten Metern sah es aus, als könnte Thomas Bareuther (20, Marktredwitz) den ersten Divisionssieg der Saison feiern. Doch Veit König, ebenfalls auf einem Suzuki Swift unterwegs, war im Ziel nach 12 Wertungsprüfungen und einer Fahrzeit von über einer Stunde den Wimpernschlag von 0,9 Sekunden schneller. „Diese Jahr klappt es einfach nicht“, ärgerte sich Bareuther im Ziel, „auf den letzen Prüfungen hatte ich Intermediates montiert und Veit Regenreifen – und es goss in Strömen.“ Der ebenfalls 20-jährige Valentin Hummel (Bensheim) feierte im BMW 120d seinen zweiten Sieg in der Dieseldivision und schob sich an Bareuther vorbei auf den zweiten Platz bei den ADAC Junioren. „Die Prüfungen waren verdammt anspruchsvoll und das auch noch bei diesem regnerischen Wetter. Es hat aber geklappt und bei meiner achten Rallye-Veranstaltung habe ich sehr viel dazugelernt.“ Marcel Wendt (23, Stemwede) musste seinen Suzuki Swift nach einem Ausrutscher vorzeitig abstellen, der Giessener Nils Hildebrand (22) schob sich im VW Polo durch den dritten Divisions-Rang auf Platz fünf der Junior-Cup-Wertung


ADAC Rallye Masters 2011
Zwischenstand nach 5 Vorläufen
1 Wiegand, Sepp VW Lupo / Suzuki Swift 5 / 6 83
2
Hanser / Rödiger BMW 318 iS 5 82
3
Knöbel, Holger Subaru Impreza WRX 4 81
4
Müller, Olaf / Grünhagen BMW 320 iS 3 80
5
Birr / Eichenauer Renault ClioR3 access 3 79
6
Schiffmann / Knaack BMW M3 E30 2 77
7
Pedersen / Gäbler BMW M3 2 76
8
Hummel / Geyer BMW 120d Coupé 7 62
9
Bareuther / Schöpf Suzuki Swift 6 60
10
Albert / Suling Opel Kadett GSI 16V 5 43

ADAC Rallye Junior Cup 2011
Zwischenstand nach 5 Vorläufen
1 Wiegand, Sepp VW Lupo / Suzuki Swift 5 / 6 83
2
Hummel, Valentin BMW 120d Coupé 5 62
3
Bareuther, Thomas Suzuki Swift Sport 6 60
4
Wendt, Marcel Suzuki Swift Sport 6 30
5
Moufang, Maurice BMW 120 D 7 20
5
Hildebrandt, Nils VW Polo GTI 6 20


 

20. Juni 2011


Foto: RBHahn

Sepp Wiegand erobert Führung im ADAC Rallye Masters zurück

Nach mehreren Führungswechseln und einem spannenden Sekundenkampf gewannen Holger Knöbel / Thomas Mönkemöller (Rheda-Wiedenbrück / Bielefeld) im Subaru Impreza WRX die ADAC Rallye Stemweder Berg (17.-18. Juni 2011). Den vierten von fünf Vorläufen zum ADAC Rallye Masters führten Guido Imhoff / Sebastian Walker (Burgdorf / Sassenburg) im VW Golf Kit-Car lange an. Auf der Zielrampe in Stemwede hatten sie nach einer Fahrzeit von 1:02:29,8 Stunden einen Rückstand von knappen 8,4 Sekunden auf Knöbel. Der Däne Johnny Pedersen sicherte sich mit Co-Pilotin Jenny Gäbler (Pössnek) im BMW M3 den dritten Platz. Mit dem vierten Divisionssieg in Folge eroberte sich der 20-jährige Sepp Wiegand (Zwönitz) im Suzuki Swift die Führung im ADAC Rallye Masters mit nun 83 Punkten zurück. Auf Rang zwei liegen Niklas Birr / Nico Eichenauer (Zossen / Ahrensfelde) im Renault Clio R3 mit 79 Zählern vor Udo Schiffmann / Michael Knaack (Nomborn / Usingen) im BMW M3 (71). Der Kampf um den Titel im ADAC Rallye Masters der Saison 2011 bleibt spannend: Nach dem vierten Lauf gab es den vierten Führungswechsel. Mit dem 20-jährigen Sepp Wiegand (Suzuki Swift) übernahm nun einer der jüngsten Teilnehmer in einem der schwächsten Fahrzeuge erneut die Führung. „Nachdem ich beim letzten Lauf die Führung abgeben musste, hatte ich natürlich gehofft, nochmals an die Spitze zu kommen“, strahlte der Youngster, der gleichzeitig seine Führung im ADAC Rallye Junior Cup weiter ausbauen konnte. „Es ist ein tolles Gefühl, mit dem kleinen Suzuki bei den‚Großen’ mitzumischen. Wie es letztlich ausgeht, weiß noch keiner, aber es wird sicherlich sehr spannend.“ Niklas Birr musste die im Saarland eroberte Führung wieder abgeben, da er im Renault Clio R3 access diesmal nur auf den dritten Divisionsplatz fahren konnte, „das war nicht unsere Rallye, für unser Auto ging es hier zu viel geradeaus. Aber in der Masters-Wertung ist noch alles offen.“ Der Hesse Udo Schiffmann festigte im BMW M3 mit dem vierten Gesamtrang seinen dritten Platz in der Masters-Wertung. „Die Reifenwahl war hier manchmal wie ein Roulette-Spiel, einmal lagen wir tüchtig daneben. Aber ich bin sehr zufrieden, beim vierten Lauf nacheinander gepunktet, jetzt können wir uns beim fünften Vorlauf noch weiter verbessern.“ Henrik Hanser (Wittenborn) sicherte sich im BMW 318is wieder den Sieg in der Division 5 und schob sich punktgleich mit Olaf Müller (Ahlden, BMW 320is) auf den fünften Masters-Rang. „Für den bescheidenen Beginn mit unseren Kühlerproblemen heute morgen ist das Resultat doch top“, freute sich Hanser, auch Müller war zufrieden, „die defekte Kardanwelle hat bis ins Ziel gehalten, da war viel Glück dabei.“ Holger Knöbel und Johnny Pedersen schoben sich mit ihren Top-Resultaten in die Top-Ten und erhielten sich so ihre Chancen auf den Masters-Titel. Trotz der vielen bisherigen Erfolge, eines fehlte Holger Knöbel noch: Der Sieger des ADAC Rallye Junior Cup 2001 feierte beim Heimspiel in Stemwede seinen ersten Gesamtsieg und das machte ihn erst einmal sprachlos.



„Ich weiß noch gar nicht, was ich jetzt sagen soll und wie ich mich fühle – frag mich morgen noch einmal.“ Zuvor hätte er im Subaru-Allradler am liebsten einen Regentanz aufgeführt, um so die Traktionsvorteile gegenüber dem frontangetriebenen Golf von Imhoff nutzen zu können. Es war dann auch ein Regenschauer auf WP 5, der ihm den kleinen Vorsprung verschaffte, der zum Sieg reichte. „Ich gönne Holger den Sieg wirklich, Es ist ein tolles Gefühl, seinen ersten Gesamtsieg zu feiern“, freute sich der knapp unterlegene Guido Imhoff. „Wir hatten den ganzen Tag einen harten Kampf, aber auch viel Spaß miteinander – so ist halt Rallye. Und so einfach wollten wir uns die Wurst nicht vom Brot nehmen lassen.“ Nach zwei Nullrunden sahen auch Timo Grätsch / Alexandra Gawlick im BMW M3 auf Gesamtrang sechs wieder die Zielflagge. „Auf der vierten Prüfung ist uns endlich die erste Divisionsbestzeit für dieses Jahr gelungen, das tut der Rallye-Seele richtig gut.“ Weniger gut ging es einigen anderen Kandidaten auf den Gesamtsieg. Klaus Osterhaus musste seinen Mitsubishi Lancer ohne Vortrieb im WP 4 abstellen und schon eine Prüfung früher erwischte es Walter
Gromöller, der seinen Opel Ascona 400 nach einem Überholvorgang ins Aus katapultierte.

ADAC Rallye Junior Cup
Mit dem vierten Divisionssieg in Folge baute Sepp Wiegand (Zwönitz) seine Führung im ADAC Rallye Junior Cup weiter aus. Mit diesem Erfolg im Ziel der ADAC Rallye Stemweder Berg (17.-18. Juni 2011) eroberte der 20-jährige Sachse auch die Führung im ADAC Rallye Masters zurück. Mit Co-Pilotin Claudia Harloff fuhr er im kleinen Suzuki Swift im Feld der 58 Starter auf den 17. Gesamtrang. „Es ist ein tolles Gefühl, im Junior Cup vorne zu sein. Das ist auch mein Saisonziel. Das ich jetzt aber auch die Masters Gesamtführung zurückerobern konnte, ist einfach genial“, strahlte Wiegand im Ziel. Mit Platzzwei hinter dem Sachsen in der Division 6 festigte der ebenfalls 20-jährige Thomas Bareuther (Marktredwitz) seinen zweiten Platz bei den ADAC Junioren. „Der angekündigte Regen wäre mir lieber bewesen. Es hat hier eigentlich alles gepasst, ich war nur zu langsam um Sepp ernsthaft zu attackieren“, erklärte der Vorjahres-Vize bei den ADAC Youngstern. Den dritten Divisionsplatz – ebenfalls auf einem Suzuki Swift – belegte Marcel Wendt aus Stemwede. Der 23-jährige Lokalmatador schob sich damit auf den vierten Platz im ADAC Rallye Junior Cup. Platz drei verteidigte Valentin Hummel, der im BMW 120d die Diesel-Divison gewann und auf den 15. Gesamtrang fuhr. Da in seiner Division jedoch nicht genügend Fahrzeuge starteten, erhielt der 20-jährige Bensheimer nur 10 statt 20 Punkte für den Divisionssieg, „trotzdem hat es riesigen Spaß gemacht.“ Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Masters und dem ADAC Rallye Junior Cup findet vom 01. bis 02. Juli 2011 bei der ADAC Rallye Niedersachsen rund um Osterode am Harz statt.


ADAC Rallye Masters 2011
Zwischenstand nach 4 von 5 Vorläufen
01 Wiegand, Sepp VW Lupo / Suzuki Swift 5 / 6 - 83
02
Birr / Eichenauer Renault ClioR3 access 3 - 79
03
Schiffmann / Knaack BMW M3 E30 2 - 71
04
Bareuther / Schöpf Suzuki Swift 6 - 60
05
Müller, Olaf / Grünhagen BMW 320 iS 3 - 58
05
Hanser / Rödiger BMW 318 iS 5 - 58
07
Pedersen / Gäbler BMW M3 2 51
07
Knöbel, Holger Subaru Impreza WRX 4 - 51
09
Hummel / Geyer BMW 120d Coupé 7 - 42
10
Albert / Suling Opel Kadett GSI 16V 5 - 39

ADAC Rallye Junior Cup 2011
Zwischenstand nach 4 von 5 Vorläufen
01 Wiegand, Sepp VW Lupo / Suzuki Swift 5 / 6 - 83
02
Bareuther, Thomas Suzuki Swift Sport 6 - 60
03
Hummel, Valentin BMW 120d Coupé 5 - 42
04
Wendt, Marcel Suzuki Swift Sport 6 - 30
05
Moufang, Maurice BMW 120 D 7 - 20


03. Juni 2011


Rallye Masters –Prädikatvielfalt ohne Ende
6. ADAC Niedersachsen Rallye mit wunderschönen Prüfungen im Harz
Diese Rallye entwickelt sich zu einem ganz großen Rallyeevent im norddeutschen Raum.

Die Planungen für die 6. ADAC Niedersachsen Rallye gehen auf die Zielgerade. Das Organisationsteam rund um den Rallyeleiter Jürgen Glaubitz vom Hildesheimer Automobilclub e.V. im ADAC ist nach wochenlanger Fleißarbeit fast am Ziel. Das Ziel ist das erste Juliwochenende und der 5. Vorlauf zur ADAC Rallye Masters. Wie schon in den vergangenen Jahren bleibt Osterode der Dreh und Angelpunkt der Rallye im Vorharz.
Das Organisationsteam ist in der glücklichen Lage aus mehreren neuen Optionen für Wertungsprüfungen auswählen zu können. Dazu berichtet Jürgen Glaubitz: „Noch bei den Vorbesprechungen mit den Bauern über die Nutzung ihrer Feldwege herrschte Zustimmung. Zu einem späteren Termin kippte dies bei einigen Anliegern. Sie wollten die Rennwagen nicht mehr, da sich die frisch revidierten Feldwege nicht beschädigen lassen wollten. Auch so kann eine Wertungsprüfung sterben. Doch letztendlich zeigte sich, dass die Bauern doch motorsportbegeistert sind und es gab ein glückliches Ende und die Genehmigung für diese Wertungsprüfung“.
Durch den Wegfall der HJS Dieselfahrzeuge schien ein Rückgang der Teilnehmerzahl unumgänglich zu sein. Der veranstaltende ADAC Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt konnte aber viele neue Prädikate dazugewinnen. So wird neben dem Masterslauf auch der ADAC Junior Cup, der Norddeutsche ADAC Rallye Cup, die Internationalen Trabant Rallyemeisterschaft, die ADMV Rallye Meisterschaft gewertet. Dazu kommt noch der ADAC Welfenpokal und die neue ADAC Retro Serie.







Weiter erläutert der Rallyeleiter: „In diesem Jahr wird es auch eine nationale Rallye 200 geben. Somit geben wir auch den Teams mit nationalen Lizenzen die Möglichkeit bei den Großen mitzufahren. Die ADAC/HAC Rallye Hildesheim Niedersachsen wird veranstaltet durch den Hildesheimer AC und läuft am gleichen Tag und auf denselben Stecken wie die ADAC Rallye Masters. Eine Wahnsinnschance vor Tausenden von Zuschauern zu fahren und tolle Wertungsprüfungen zu erleben.“
Viele interessante Teams haben sich die ADAC Rallye Masters als Saisonziel gesteckt: Johnny Pedersen aus Dänemark mit Jenny Gäbler im BMW M3. Holger Knöbel im neu aufgebauten Subaru Impreza WRX. Jörg de Fries mit einem der besten Beifahrer Deutschlands Uwe Walz im Mitsubishi Evo 10. Dazu noch Achim Behrens im Renault Clio 2 RS, sowie Carsten Alexy als Meister von 2009 und Vizemeister von 2010 im Audi S2. Natürlich tummeln sich genauso Masters Neueinsteiger in der Spitzengruppe. Als Führender der Meisterschaft konnte Niklas Birr im Renault Clio R 3 seine Führung bei der Litermont Rallye ausbauen. Olaf Müller im BMW 320 is konnte sich trotz Ausfall in der Top 5 behaupten.
Das Wochenende an 1.und 2.Juli sollten sich alle Rallyefans schon einmal rot im Kalender anstreichen, den an diesem Wochenende gastiert die ADAC Rallye Masters in Osterode.

Uwe Köllner


30. Mai 2011


Foto: RBHahn

Reiland gewinnt Rallye-Krimi am 'Liter-Monte'
Birr / Eichenauer übernehmen Führung im ADAC Rallye Masters

Nach einem spannenden Verlauf mit mehreren Führungswechseln gewann Lokalmatador Dieter Reiland (Losheim-Bachem) zusammen mit Ehefrau Claudia auf dem 'heißen Sitz' die ADAC Litermont Rallye (27.-28. Mai 2011). Beim dritten Lauf zum ADAC Rallye Masters fuhr er im Mitsubishi Lancer E4 vor seinen Markenkollegen Michael Abendroth / Peter Huber (Duisburg / Sonsbeck) und den Luxemburgern Claude Streicher / Christine Bellantuono über die Zielrampe im saarländischen Saarwellingen. In der Zwischenwertung zum ADAC Rallye Masters übernahmen Niklas Birr / Nico Eichenauer (Zossen / Blumberg) im Renault Clio R3 access knapp die Führung vor dem 20- jährigen Sepp Wiegand (Zwönitz) im Suzuki Swift. Wiegand baute auch seine Führung im ADAC Rallye Junior Cup weiter aus. Mit ihrem ersten Divisionssieg schoben sich Udo Schiffmann / Michael Knaack (Nomborn / Usingen) im BMW M3 auf den dritten Masters-Platz. Der Kampf um Sieg und Punkte bei der 'Liter-Monte' würfelte das Tableau mehrfach gründlich durcheinander. Nur 34 der 63 gestarteten Teams sahen das Ziel, zumeist sorgte die Technik für das vorzeitige Aus. Der Hamburger Jan Becker markierte die erste Bestzeit, bevor er anschließend seinen Subaru Impreza mit Motorschaden abstellte. Sein Luxemburger Markenkollege Patrick Gengler konnte die Führung zumindest bis zur vierten Wertungsprüfung verteidigen, dann stoppte ihn ein Getriebeschaden. Plötzlich lag Dieter
Reiland im betagten Evo4-Lancer an der Spitze, allerdings dicht bedrängt von Dirk Riebensahm (Andernach) in der Evo9-Variante des Allradlers. Vor der letzten WP hatte Riebensahm noch einen Rückstand von knappen 3,2 Sekunden – und musste sein Sportgerät vorzeitig abstellen. Wie hart der Kampf um die Spitze war zeigt auch, dass sich sieben Piloten auf den neun Wertungsprüfungen die Bestzeiten teilten. Ausrutscher, Reifenschäden und die Technik warfen sie jedoch immer wieder weit zurück. Fast hätte es auch Reiland erwischt, der in der letzten Prüfung einen zeitaufwändigen 'Besuch' in einem Graben verbuchen musste. Mit deutlichen 'Kampfspuren' rollte er nach dem Ausfall von Riebensahm aber doch noch zu seinem bislang größten Erfolg ins Ziel. "Ich hab erst ganz zum Schluss geglaubt, dass es wirklich klappen könnte", strahlte der 45-jährige Reiland mit seiner liebevoll 'Mupfel' genannten Ehefrau und Co-Pilotin Claudia im Ziel um die Wette. "Und die Startnummer 13 war heute unsere absolute Glückszahl!"



Bei seinem ersten Start im Mitsubishi Lancer kam Michael Abendroth immer besser in Fahrt, auf der letzten WP gelang ihm sogar die Bestzeit, "ich habe mich immer mehr an das Potenzial des Autos herangetastet." Eine schleifende Kupplung im Lancer von Claude Streicher stoppte den Angriff des Luxemburgersauf Abendroth.

Beim dritten Lauf gab es auch den dritten Führungswechsel im ADAC Rallye Masters. Nach dem souveränen Divisionssieg und den Zusatzpunkten für den sechsten Gesamtrang im Clio R3 schoben sich Niklas Birr / Nico Eichenauer an die Spitze. "Vor der Litermont haben wir einen Dämpferdefekt als Ursache für unsere Probleme in Sulingen entdeckt, jetzt lief der Clio wieder so, wie er es auch soll. Heute sorgte ein abgerissener Bremsschlauch kurz für Probleme, aber unser Service konnte das Problem schnell wieder beheben", freute sich Birr über die Masters-Führung. Seine Divisionskonkurrenten Olaf Müller (BMW 320is / Benzindruck) und Achim Behrens (Renault Clio / Ausritt) mussten den Einsatz im Saarland als Nullrunde verbuchen. Auch der 20-Jährige Sepp Wiegand entschied zusammen mit Co-Pilotin Claudia Harloff im Suzuki Swift seine Division wieder deutlich für sich, und fuhr im stark besetzten Feld bis auf den 13! Gesamtrang nach vorn. "Ich habe alles gegeben was ging, aber mit dem kleinen Swift ist es fast nicht möglich in die Gesamtpunkte zu fahren",
erklärte Wiegand, der mit zwei Punkten Rückstand auf Birr weiterhin in der Masters-Spitze rangiert. Für Udo Schiffmann und Co Michael Knaack läuft die Saison immer besser. Durch den Sieg in der Division 2 und die Zusatzpunkte für den fünften Gesamtrang schoben sie sich im BMW M3 auf den dritten Platz der Masters-Wertung.
Von ihren Top-Platzierungen im Saarland profitierten auch Hendrik Hanser (BMW 318is) und der 20-jährige Valentin Hummel (BMW 120-Diesel), die sich in der Masters-Tabelle deutlich nach vorne schoben. Fast schon dramatisch verläuft die aktuelle Saison für Carsten Alexy im Audi S2 quattro. Der amtierende Vize-Meister und ADAC Rallye Meister der Saison 2009 verbuchte beim dritten Start den dritten Ausfall. Auch der Däne Johnny Pedersen (BMW
M3), sein Landsmann Jens Nielsen (Opel Corsa Maxi Kit), Youngster Maurice Moufang im Diesel-BMW sowie Ken Milde (Mitsubishi Lancer) mussten schon die zweite 'Nullrunde' der Saison registrieren lassen.
Endergebnis


01. Mai 2011


Foto: RBHahn

Der 20-jährige Sepp Wiegand übernimmt Führung im ADAC Rallye Masters

Mit einem klassischen Start-Ziel-Sieg überzeugten Jasper van den Heuvel / Martine Kolman im Mitsubishi Lancer E10 bei der ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land (29.-30. April 2011). Mit 12 Bestzeiten auf den 13 Wertungsprüfungen (144,8 km) rund um Sulingen gewannen die Niederländer den zweiten Vorlauf zum ADAC Rallye Masters deutlich vor den Dänen Ib Kragh / Mie Petersen im Peugeot 207 S2000. Den dritten Platz erkämpfte sich Holger Knöbel (Rheda-Wiedenbrück). Der ADAC Junior Cup-Sieger von 2001 pilotierte zusammen mit Co Jörn Limbach (Hüttigweiler) einen Subaru Impreza WRX. Den spannenden Kampf um die Führung im ADAC Rallye Masters entschied der erst 20-jährige Sachse Sepp Wiegand (43 Punkte, Zwönitz) im Suzuki Swift für sich, der damit auch seine Führung im ADAC Rallye Junior Cup ausbauen konnte. Mit nur einem Punkt Rückstand liegen Niklas Birr / Nico Eichenauer (Zossen / Blumberg) in ihrem Renault Clio R3 access auf Rang zwei. Das Masters-Podium komplettieren Olaf Müller / Henrik Grünhagen (Ahlden / Jeddingen) im BMW 320is mit 39 Zählern. Sepp Wiegand stellte in Sulingen gleich mehrere Bestleistungen auf: Im kleinen Suzuki Swift fuhr er zusammen mit Co Marcel Eichenauer bei der stark besetzten Veranstaltung im Feld der 93 Starter auf den 18. Gesamtrang und zum Sieg in der Division 6. Direkt gefolgt von seinem härtesten Junior Cup-Verfolger und gleichaltrigen Markenkollegen Thomas Bareuther (Markredwitz) auf Rang 19. Die beiden schnellen Youngster konnten bei ihrer sehenswerten Fahrt einige Teams auf wesentlich leistungsstärkeren Fahrzeugen hinter sich lassen. Der 20-jährige Wiegand hat bereits eine erfolgreiche Enduro-Karriere hinter sich (2008 Cross-Country Europameister, 2009 DMSB Junior-Team bei den Sixdays im Portugal). Nach seiner erst achten Rallye-Veranstaltung ist er nun der bislang jüngste Leader im ADAC Rallye Masters und der Erste, der gleichzeitig Masters und Junior Cup anführt. "Wahnsinn, ich kann es einfach noch nicht glauben", so sein kurzer Kommentar im Ziel.
Zufriedene Gesichter gab es auch bei Niklas Birr/Nico Eichenauer, die sich durch den achten Gesamtrang im Renault Clio R3 auf Platz zwei der Masters- Wertung vorschoben. "Ein tolles Resultat. Platz zwei in der stark besetzten Div. 3 mit unserer Light-Version des Clio R3 mit knapp 205 PS, und dann auch noch Platz zwei in der Masters- Wertung", freute sich Birr im Ziel. Den Divisionssieg und den dritten Mastersplatz erkämpften sich Olaf Müller/Henrick Grünhagen: "Hier lief unser BMW erstmals problemlos - und was dann möglich ist, sieht man neben dem Divisionssieg am fünften Gesamtrang."

Für einige Masters-Teams gab es in Sulingen endlich die ersten Saisonpunkte, so auch für Holger Knöbel. "Für den Auftakt im Erzgebirge war unser neuer Subaru noch nicht einsatzbereit. Der dritte Gesamtrang ist jetzt ein guter Einstand in die Saison, vor allem, da wir schon vom Start weg ganz vorne mitfahren konnten." Nach dem Ausfall im Erzgebirge lief es für den Dänen Johnny Pedersen mit der Pössneker Co-Pilotin Jenny Gäbler auch in Sulingen nicht ganz rund. Am BMW M3 fehlten schon früh der Rückwärtsgang und die sechste Fahrstufe.

"Nach dem Ausfall von Gromöller brauchten wir nicht mehr zu attackieren, der Divisionssieg und Gesamtrang vier sind für die Masters-Saison extrem wichtig", erklärte der Däne und fügte schwärmend hinzu, "das IVG-Gelände ist ein Traum." Trotz eines harten sportlichen Vergleichs gibt es in der Rallye-Szene auch Hilfsbereitschaft. Das erfuhr der Hesse Udo Schiffmann (Nomborn): Als Folge eines Reifenschadens brach die Getriebe-Traverse an seinem BMW M3. Pedersen lieh ihm ein entsprechendes Ersatzteil und rettete damit Schiffmanns zehnten Gesamtrang.
Einen erneut starken Auftritt bei seinem Heimspiel bot der 23-jährige Christian Riedemann, der heuer erfolgreich in der WRC-Akademie, der Nachwuchsserie innerhalb der Rallye-Weltmeisterschaft startet. Der Junior Cup-Sieger von 2009 pilotierte zusammen mit Co Oliver Bobrink einen Renault Twingo R2, wurde jedoch durch einen gebrochenen Auspuffkrümmer und einen kurzen Ausritt bei der Aufholjagd eingebremst. Bemerkenswert der jeweils vierte Gesamtrang auf beiden Durchgängen im IVG-Gelände. 20 Strafsekunden durch zu lange Reparaturzeiten im Service kosteten letztlich den Divisionssieg und Gesamtrang sechs.

ADAC Rallye Junior Cup


Die Saison 2011 im ADAC Rallye Junior Cup verspricht viel Spannung. Nach dem zweiten Saisonlauf bei der ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land (29.-30. April) läuft es auf ein Duell der beiden 20-Jährigen Sepp Wiegand (Zwönitz) und Thomas Bareuther (Marktredwitz) hinaus. Damit es zu einem direkten Vergleich kommen kann, wechselte Wiegand vom VW Lupo wie Bareuther auf einen Suzuki Swift. "Ich wollte den direkten Kampf mit Thomas", erklärte der Sachse. Nachdem Bareuther die Auftaktprüfung für sich entscheiden konnte, unterlief ihm beim ersten Durchgang im IVG-Gelände ein Fehler, "nach einer Kuppe war ich zu schnell und bin kurz rausgerutscht, das hat über 10 Sekunden gekostet." Auf den meisten Wertungsprüfungen lagen die Fahrzeiten der beiden Youngster ganz dicht beieinander. Angestachelt durch den direkten Vergleich fuhren sie mit ihren Suzuki Swift, die zu den kleinsten Autos im Feld der 93 Starter zählen, auf die Gesamtränge 18 und 19 – mit dem besseren Ende für Wiegand. "Sepp ist halt schon richtig schnell", bekannte Bareuther im Ziel.
Sepp Wiegand konnte mit dem Sieg in der Division 6 nicht nur die Führung im ADAC Junior ausbauen, er übernahm auch die Führung in der Gesamtwertung des ADAC Rallye Masters. "Ich hätte nicht gedacht, dass man mit dem kleinen Auto so weit nach vorne fahren kann", wunderte sich Wiegand im Ziel. Nach ihren Nullrunden beim Auftaktlauf sicherten sich Maurice Moufang (23, Nidda) mit dem Sieg in der Diesel-Division im BMW 120d sowie Valentin Hummel (20, Bensheim) in einem weiteren BMW 120d und Suzuki-Pilot Marcel Wendt (23, Stemwede) die ersten Saisonpunkte. RBHahn

Fotos zur Rallye:

Matzes-Sportbilder: WP1 / WP5 / WP8 / WP10 / WP13

CH-Works: Fotos und Bericht


28. April 2011

Rallye Masters – Osterode bleibt Rallyezentrum
6. ADAC Rallye Niedersachsen innovativ unterwegs

Das erste Juliwochenende sollten sich die Rallyefans schon jetzt einmal gut vormerken.
Bereits Ende April geht es mit den Planungen der 6. ADAC Niedersachsen Rallye in die heiße Phase. Am vergangenen Mittwoch trafen sich die Organisationsleiter vom Funkhilfsdienst, der Zeitnehmer und die Wertungsprüfungsleiter zu ihrer Arbeitssitzung.
Das Organisationsteam rund um den Rallyeleiter Jürgen Glaubitz vom Hildesheimer Automobilclub e.V. im ADAC ist mit dem Stand sehr zufrieden. Alle angedachten Wertungsprüfungen sind bereits genehmigt.
Zu den Neuerungen äußert sich Jürgen Glaubitz: „Die Region rund um Osterode hat jede Menge interessante Strecken zu bieten. Durch den sehr guten Kontakt zu den Bauern und Ortsvorstehern haben wir es leicht neue Wertungsprüfungen zu finden. Eine neue, fahrerisch anspruchsvolle Sprintprüfung in Hattorf ist dieses Jahr im Programm. Insgesamt bleiben wir aber bei 12 Wertungsprüfungen mit 100 Kilometern auf Bestzeit.“
Um die Teilnehmerzahlen von 60 Teams aus dem letzten Jahr noch zu steigern wird aktiv gearbeitet. Wegen der durchweg positiven Bewertung der Rallye bei Teams, Verantwortlichen und DMSB Beobachtern konnte noch etliche Prädikate dazugewonnen werden.




In diesem Jahr wird es auch eine nationale Rallye 200 geben. Die ADAC/HAC Rallye Hildesheim Niedersachsen wird veranstaltet durch den Hildesheimer Automobilclub und läuft am gleichen Tag auf denselben Stecken wie die ADAC Rallye Masters.
Interessant findet Konstantin Keil die Sonderwertung für Teams mit einem Dieselfahrzeug. Für den Divisionssieg erhält der Sieger immerhin 400 Euro Preisgeld. „Den Termin werde ich mir vormerken. Hier stimmen Preis und Leistung, und die Strecken sind auch klasse zu fahren.“
Klaus Osterhaus, der Titelverteidiger aus dem letzten Jahr, wird auch am Start sein. Carsten Alexy erklärte bei der ADAC Vogelsberg: „Wir sind ganz sicher dabei, der Termin ist schon fest eingeplant.“ .Dazu kommen konkrete Stimmen aus Dänemark von Johnny Pedersen, der mit seinem BMW M3 anreisen möchte.
Alles sehr positive Vorzeichen, die ein hochinteressantes Motorsportwochenende erwarten lassen. Der 5. Vorlauf zur ADAC Rallye Masters wird am 2. Juli in Osterode gestartet.

Uwe Köllner


22. April 2011

Rallyefest mit 110 Teams im Sulinger Land
Neue Herausforderungen für die Teilnehmer des ADAC Rallye Masters

Rund um Sulingen wird am 29. und 30. April mit der ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land die zweite Runde zum ADAC Rallye Masters 2011 ausgetragen.Traditionell feiert die Zunft der ‚Quertreiber’ in der fast 1000-jährigen Stadt ein
internationales Rallyefest mit Teilnehmern aus sieben Nationen. Für die 24. Auflage hat der Veranstalter die Aufgabenstellung für die über 100 Teams komplett überarbeitet. Neue Herausforderungen warten nicht nur auf die Vorjahressieger Klaus Osterhaus / Harald Brock (Mitsubishi Lancer), sondern auf alle, die in diesem Jahr ganz oben auf der Zielrampe in Sulingen stehen möchten.

Verschlungene Asphaltwege, eine Kurve sieht aus wie die Andere, es gibt kaum Orientierungspunkte, selbst bei absoluter Trockenheit sorgt der dichte Wald für Rutsch-Effekte: Das IVG-Gelände, ein ehemaliges Militärlager, ist eine der Rallye-Herausforderungen schlechthin. Das ‚Herzstück’ der Rallye im Sulinger Land wird nun noch anspruchsvoller. „Wir suchten eine neue Herausforderung und haben anstatt bisher zwei Prüfungen nun eine einzige mit fast 20 Kilometern Länge neu zusammengestellt“, erklärt Rallyeleiter Reinhard Pobantz (Sulingen), „das bedeutet für die Teams Fahrspaß pur.“ Nicht nur im IVG-Gelände, auch außerhalb blieb sprichwörtlich kein Stein auf dem Anderen. „Drei neue Prüfungen verändern die Charakteristik unserer Veranstaltung total, es gibt nur noch ganz wenige Abzweige, dafür aber viele schnelle Kurven und Ortsdurchfahrten.“




Die Starterliste verspricht prickelnde Spannung, nicht nur beim Kampf um den Gesamtsieg. Der Däne Ib Kragh im Peugeot 207 S2000, sein Landsmann Johnny Pedersen im BMW M3 und der Niederländer Jan Nijhof in einem weiteren M3 zählen genauso zu den Siegaspiranten wie Klaus Osterhaus und der Niederländer Jasper van de Heuvel in ihren Mitsubishi Lancer.

Es gibt weitere spannende Fragen: Kann Niklas Birr im Renault Clio R3 seinen Achtungs-Erfolg vom Auftaktlauf
wiederholen? Schaffen Carsten Alexy, Achim Behrens, Uwe Wagner oder die Youngster Maurice Moufang und Marcel Wendt im zweiten Anlauf ihre ersten Masters-Punkte? Es wird spannend im Sulinger Land.
Mit dabei ist auch Lokalmatador Christian Riedemann (23) auf einem Renault Twingo R2. Der Junior-Cup-Sieger von 2009 startet mit der Unterstützung der ADAC Stiftung Sport als einziger Deutscher in der WRC-Akademie, der Nachwuchsserie in der Rallye-Weltmeisterschaft.

Im ADAC Rallye Junior Cup kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden 20-jährigen Tabellenführer: Sepp Wiegand (Zwönitz) gewann am letzten Wochenende im Suzuki Swift seine Division bei der zur Deutschen Rallye-
Meisterschaft zählenden ADAC Hessen Rallye. In Sulingen starten der Sachse und der amtierende Vize-Meister Thomas Bareuther (Marktredwitz) ihren Swift erstmals gemeinsam in der Division 6.


Die Rallye im Überblick

Veranstaltung 24. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land, Datum 29. - 30.04.2011
Prädikate: ADAC Rallye Masters - ADAC Rallye Junior Cup - Norddeutscher ADAC Rallye Cup - 325i Challenge Holland - Volvo Original Cup (D + NL)

Veranstalter MSG Sulinger Land e.V. im ADAC, Postfach 1522, 27226 Sulingen, Telefon 0 42 71 – 67 10; Fax 0 42 71 – 954 881
E-Mail: heinifried@aol.com

Rallyeleiter Reinhard Pobantz, Sulingen

Pressekontakt Klaus Rath, Wesenstedt, Telefon 0 42 75 - 698, E-Mail: rath.klaus@googlemail.com

Pressebüro und Öffnungszeiten Freitag, 29.04.11 16.00 Uhr - 20.00 Uhr

Dokumentenabnahme Autohaus Habighorst, Sulingen

Samstag, 30.04.11 07.00 Uhr - 22.00 Uhr, Rallyezentrum Delme-Werkstätten, Sulingen
Presse-Hotline 0160 94 94 33 50 Klaus Rath, Akkreditierung www.msg-sulingen.de - Presse
Start Kreissparkasse, Lange Str. 6, Sulingen
Ziel Kreissparkasse, Lange Str. 6, Sulingen
Rallyezentrum Delme-Werkstätten, Sulingen
Internet www.rallye-sulingen.de
www.adac-rallye-masters.de

Strecke 367,5 Kilometer, 1 Tag, Wertungsprüfungen 13 über 144,8 Kilometer, Charakteristik 98 % Festbelag / 2 % Schotter
Tag I Samstag, 30.04.11, 13 WP über 144,8 km, Start: 08:31 Uhr Kreissparkasse, Lange Str. 6, Sulingen, Regrouping und Service, Serviceplatz, Sulingen, 10:35 Uhr, 13:23 Uhr; 15:57 Uhr und 18:31 Uhr, 19:41 Uhr Zuschauerrundkurs, Sulingen

Ziel: 20:00 Uhr, Kreissparkasse, Lange Str. 6, Sulingen

Vorjahressieger Klaus Osterhaus / Harald Brock, Mitsubishi Lancer E9


10. April 2011


Foto: RBHahn

Corazza brilliert beim Auftakt zum ADAC Rallye Masters

Jubelnd beendeten Carsten Mohe / Katrin Becker (Crottendorf / Schlitz) die 48. ADMV Rallye Erzgebirge (08.-09. April 2011). Auf der Zielrampe in Stollberg hatten sie beim Auftaktlauf zum ADAC Rallye Masters nicht nur den Gesamtsieg und die Masters-Führung zu feiern. Es war gleichzeitig der weltweit erste Erfolg ihres neuen Renault Mégane RS. Hinter den Tschechen Jiri Pertlicek / Petr Picke im Mitsubishi Lancer fuhren Niklas Birr / Nico Eichenauer (Hannover / Blumberg) in ihrem Renault Clio R3Access auf den dritten Gesamtrang. Mit einem Feuerwerk an Bestzeiten schob sich Peter Corazza (Oelsnitz) nach über 6 Minuten Zeitverlust auf der Freitagsetappe im Mitsubishi Lancer noch bis auf Platz vier nach vorne. Eine sensationelle Vorstellung bot auch der sächsische Youngster Sepp Wiegand (Zwönitz). Bei seinem erst sechsten Rallye-Start fuhr der 20-jährige im VW Lupo auf den sechsten! Gesamtrang und übernahm souverän die Führung im ADAC Rallye Junior Cup.

„Es freut mich riesig, dass ich nach meinem Sieg im Jahr 2000 die Erzgebirgsrallye noch einmal gewinnen konnte. Obwohl ich hier zu Hause bin ist es immer noch eine große Herausforderung, vor allem, eine passende Fahrwerkseinstellung zu finden“, strahlte der 46-jährige KFZ-Meister aus Crottendorf im Ziel. Dass er zusätzlich den weltweit ersten Gesamtsieg seines neuen Renault Mégane RS feiern durfte, machte ihn auch zuversichtlich für die Zukunft. „Nach der Null-Runde bei der Wikinger Rallye macht dieser Erfolg viel Mut für den nächsten Einsatz in der Deutschen Rallye-Meisterschaft am kommenden Wochenende in Hessen.“ Peter Corazza, der die drei letzten Ausgaben der ‚Erze’ gewonnen hatte, musste seine Hoffnung auf den vierten Gesamtsieg in Folge schon auf der ersten Wertungsprüfung am Freitag begraben. Ein Reifenschaden am Mitsubishi Lancer und fünf Minuten Strafzeit für zu frühes Einfahren in den Service-Park warfen ihn ans Ende des Feldes zurück. Auf allen acht Samstagsprüfungen fuhr er die Bestzeit, schob sich bis auf Rang vier nach vorne und war dabei fast zweieinhalb Minuten schneller als der Rest des Feldes. „Ich fühle mich wieder pudelwohl im Auto, dieses Resultat belohnt mein gesamtes Team für die aufwändigen Arbeiten im letzten Winter“, zog Corazza ein zufriedenes Fazit. Niklas Birr konnte im Clio R3Access den dritten Rang vor dem heranstürmenden Corazza ins Ziel retten, „der Clio lässt sich deutlich einfacher fahren als mein bisheriger BMW. Ich bin hier mit der preisgünstigeren Einsteiger-Version unterwegs. Das bedeutet seriennahes Fahrwerk und 30 PS weniger als die ‚echte’ R3 Variante. “Die Bestzeit auf der ersten Prüfung vor seiner Haustür in Jahnsdorf setzte Maik Förster im betagten Evo 6-Lancer, musste aber am Ende der zweiten WP mit defektem Antrieb



aufgeben. Dann übernahm Mohe die Führung bis ins Ziel. Den zweiten Platz hatten bis zu einem Reifenschaden in WP 6 Carsten und Michaela Alexy inne. Den Keilriemen am Audi S2 quattro mussten die Nordhessen nach jeder WP neu montieren, das endgültige Aus kam in der vorletzten Prüfung. Auch der Däne Johnny Pedersen, „eigentlich bräuchte man hier ein Allradauto“, ‚knabberte’ im BMW M3 bis zu einem Ausritt auf der fünften Prüfung an den Podesträngen. Für Udo Schiffmann (Nomborn) hätte der Masters -Auftakt fast schon vor der ersten Prüfung geendet: Die Benzinpumpe am BMW M3 streikte. Mit fünf Minuten Strafzeit und nach einer erfolgreichen Reparatur ging er auf die Samstagsetappe, „die Ersatzpumpe ist aus einem Fiat, aber sie passt.“ Mit Top-Ten-Zeiten fing der Hesse kurz vor dem Ziel noch seinen Markenkollegen Timo Grätsch (Handewitt) um knappe neun Sekunden ab, der sich im Ersatzauto und mit Serienmotor nicht ernsthaft wehren konnte. Die Divisionsränge zwei und drei mit den entsprechenden Masters-Punkten bedeuteten für beide jedoch einen versöhnlichen Saison-Start.

ADAC Rallye Junior Cup
14 Youngster kämpften rund um Stollberg um erste Punkte im ADAC Rallye Junior Cup. Zwei davon schafften sogar den Sprung in die Top-Ten der Gesamtwertung bei der ADMV Rallye Erzgebirge (08.-09. April 2011). Die größte Überraschung war der 20-jährige Sepp Wiegand (Zwönitz) im kleinen VW Lupo. Zusammen mit Co-Pilotin Claudia Harloff fuhr er inmitten wesentlich leistungsstärkerer Konkurrenz bis auf den sechsten! Gesamtrang nach vorn. „Es hat einfach geklappt“, formulierte der glückliche Youngster im Ziel. Motorsport ist für ihn nichts Neues, „seit meinem siebten Lebensjahr bin ich mit dem Cross-Motorrad unterwegs, und wurde mit 17 dann Cross-Country-Europameister. Aber schon mit zwei Jahren war ich immer im Rallye-Service beim Papa (Carsten Wiegand) dabei.“ Sein sechster Start bei einer Rallye brachte innerhalb von zwei Wochen den zweiten Erfolg: Nach dem zweiten Divisions-Platz beim DRM-Auftakt zur Wikinger-Rallye folgte nun der Divisionssieg im Erzgebirge und die klare Führung im ADAC Rallye Junior Cup. Übrigens: Tina Wiegand, die ‚große Schwester’ von Sepp, liegt nach dem Auftaktlauf auf dem sechsten Platz bei den ADAC-Junioren. Der ebenfalls 20-jährige Thomas Bareuther (Marktredwitz) wurde im Erzgebirge durch einen Plattfuß am Suzuki Swift eingebremst. Die 15 Punkte für den zweiten Divisionsrang reichten dem Vorjahres-Vize jedoch für Rang zwei in der ersten Youngster-Zwischenwertung 2011. Im BMW 320is fuhr Ron Schumann (24, Limbach-Oberfrohna) auf den zehnten Gesamtrang im Erzgebirge und auf Platz drei im Junior-Cup.

Der nächste Lauf zum ADAC Rallye Masters und dem ADAC Rallye Junior Cup findet vom 29. bis 30. April 2011 bei der ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land rund um Sulingen statt.

Ergebnisse


01. April 2011


Johnny Pedersen

Auftakt zum ADAC Rallye Masters 2011 im Erzgebirge
Wer schlägt Peter Corazza bei der sächsischen Traditionsveranstaltung

Mit der ADMV Rallye Erzgebirge (08. - 09. April 2011) startet das ADAC Rallye Masters in die neue Saison. Die 48. Ausgabe dieser Traditionsveranstaltung rund um das sächsische Stollberg bietet Fahrern und Fans alles, was das Rallyeherz begehrt. Die Freitags-Etappe startet mit einer Wertungsprüfung in der Dunkelheit. Zudem werden fast 20 % der 100 Bestzeit-Kilometer auf losem Untergrund ausgetragen - ein Eldorado für die Teilnehmer. Doch neben den ersten Saisonpunkten zum Rallye Masters geht es im Erzgebirge vor allem um eine Frage: Wer schlägt Peter Corazza? Dreimal in Folge war der Fahrinstruktor bei seinem Heimspiel zuletzt erfolgreich. Nun soll der vierte Sieg her!

Der 39-jährige Oelsnitzer erklärt mit einem Augenzwinkern: „Ruben Zeltner hat die ‚Erze’ bereits fünf Mal gewonnen, davon viermal in Folge, zumindest diesen Rekord möchte ich diesmal einstellen.“ Zum besseren Verständnis: Peter Corazza arbeitet als Fahrinstruktor am Sachsenring - Der Geschäftsführer dort und somit sein Chef ist: Ruben Zeltner. „Aber im Ernst, es ist einfach mein Heimspiel mit extrem schönen Wertungsprüfungen - da will ich natürlich ganz vorne dabei sein, schließlich fahre ich vor heimischem Publikum. Zudem ist es für mich ein Test für den nächsten Einsatz zur Deutschen Rallye-Meisterschaft bei der ADAC Hessen-Rallye“, erläutert Corazza. Auf Stammbeifahrer Ronald Bauer muss er im Erzgebirge traditionell verzichten, „Ronald ist in die Organisation der Rallye eingebunden und dort unersetzlich.“ Und auch auf seinen „Lieblingsgegner“ trifft er diesmal nicht, Rekordsieger Ruben Zeltner verzichtet wegen einer Familienfeier erstmals auf den Start.





Die Liste der Verfolger ist dennoch groß. Angeführt von Carsten Alexy (Audi S2 Quattro), dem ADAC Rallye Meister von 2009 und amtierenden Vize-Meister. Den schnellen BMW M3-Piloten Johnny Pedersen aus Dänemark und seinem Flensburger Markenkollegen Timo Grätsch oder Lokalmatador Maik Förster im Mitsubishi Lancer. Doch nicht nur in der Spitze wird spannender Motorsport geboten, in jeder der sieben Masters-Divisionen geht es um erste Punkte und letztlich zum Saisonende um ein Preisgeld in Höhe von über 40.000 Euro. Doch vorher stehen sieben anspruchsvolle Veranstaltungen in ganz Deutschland auf dem Programm. Vom Auftakt im Erzgebirge bis zum saarländischen Litermont oder von der Ostsee-Rallye in Grömitz bis zum Finale bei der 3-Städte-Rallye in Bayern reicht die Verteilung.

Der ADAC Rallye Junior Cup wird ebenfalls weiterhin im Rahmen der Masters-Läufe ausgetragen. Aus der Nachwuchsserie des ADAC gehen immer wieder hoffnungsvolle Talente hervor. So ist auch Aaron Burkart, Junioren-Rallye-Weltmeister von 2010, einer der bisherigen Titelträger.

Text und Foto:
RBHahn


31. März 2011


Foto: sascha-smf.de

Rallye Masters – Innovation kompakt

ADAC Niedersachsen Rallye mit Prädikatsvielfalt

Bereits jetzt kommen erste Anfragen von Rallyeteams aus dem umliegenden Ausland.

Die Planungen für die 6. ADAC Niedersachsen Rallye schreiten voran. Etliche Prädikate konnte der ADAC Niedersachsen als Ausrichter der Rallye für die diesjährige Auflage bekommen. Dies ist sicherlich auch ein großer Verdienst von Rallyeleiter Jürgen Glaubitz vom Hildesheimer AC e.V. im ADAC.

So wird neben dem Masterslauf auch der ADAC Junior Cup, der Norddeutsche ADAC Rallye Cup, die Internationalen Trabant Rallyemeisterschaft, die ADMV Rallye Meisterschaft gewertet. Dazu noch der ADAC Welfenpokal und die neue ADAC Retro Serie.

Das Organisationsteam ist in der glücklichen Lage gleich mehrere neue Optionen für Wertungsprüfungen zur Auswahl zu haben. Ansonsten werden es auf jeden Fall zwölf Wertungsprüfungen sein mit einer Gesamtlänge von 106 Kilometern, was einer Gesamtstreckenlänge von 276 Kilometern entspricht.

Am vergangenen Wochenende auf der ADAC Wikinger Rallye äußerte sich der Gesamtsieger von 2010 Klaus Osterhaus über die Niedersachsen Rallye: „Die herrlich kurvigen Strecken kommen meinem Fahrstil sehr entgegen. Meine Saisonplanung ist auf jeden Fall ein Start bei der Niedersachsen Rallye in Osterode. Das erste Juliwochenende ist fest gebucht.“





Die ADAC Niedersachsen Rallye hat sich zu einer reinen Eintagesveranstaltung gewandelt. Kompakt für die Fans und Zuschauer. Teamfreundich, da der komplette Service nicht schon am Freitag vor Ort sein muss.

Über die Wertungsprüfungen berichtet Jürgen Glaubitz: „Das erste Fahrzeug wird am Samstag um 8:30 Uhr über die Startrampe rollen. Die Wertungsprüfung in Ührde wir nur einmal und zwar bergauf gefahren. Dazu haben wir den geplanten Streckenverlauf so gelegt, dass wir die Wertungsprüfung in Elbingerode dreimal fahren werden. Ich denke durch die interessanten Prädikate werden wir mit Sicherheit die Starterzahlen aus dem letzten Jahr noch übertreffen.“

Interessant könnte auch eine Sonderwertung für Teams mit einem Dieselfahrzeuge sein. Für den Divisionssieg erhält der Sieger immerhin 400 Euro Preisgeld. Aber auch die weiteren Plätze werden noch mit Preisgelder honoriert.

Uwe Köllner

... weitere Infos: ADAC Rallye Niedersachsen



Die nach ADAC-Angaben "erfolgreichste deutsche Rallyeserie" veröffentlicht ihren Kalender 2011. Es bleibt bei fünf Vorläufen und zwei Finalrunden.

Das ADAC Rallye Masters bleibt sich treu. Der Kalender für 2011, der fünf Vorläufe und zwei Endläufe umfasst, bietet wieder sportlich anspruchsvolle Veranstaltungen zu einem attraktiven Nenngeld - es bleibt bei einheitlich 250 Euro je Lauf. Vom Auftakt Mitte April im Erzgebirge bis zur Litermont-Rallye im Saarland oder von der Ostsee-Rallye im hohen Norden bis zur bayerischen 3-Städte-Rallye im Südosten Deutschlands sind die Läufe wieder über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Der Preisgeldtopf ist mit insgesamt 50.000 Euro prall gefüllt.

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk freut sich schon heute auf die kommende Saison: „Die stetig ansteigende Teilnehmerzahl zeigt, dass sich das ADAC Rallye Masters großer Beliebtheit erfreut. Die Kombination aus geringem Nenngeld, Ausschüttung eines attraktiven Preisgeldes und zeitgemäßen Rallye-Veranstaltungen hat sich bei Fahrern und Teams etabliert. Mit unserem bewährten Konzept sehe ich die erfolgreichste deutsche Rallyeserie auch weiterhin auf einem sehr guten Weg.“

Die Anzahl der Teilnehmer in den Punkterängen stieg von 144 auf 189 in der abgelaufenen Saison 2010. „Seit dem Start des ADAC Rallye Masters 2006 hat sich die Teilnehmerzahl deutlich gesteigert. Von durchschnittlich knapp 53 Startern je Lauf 2006 stieg diese bis auf rund 78 Teilnehmer in der Saison 2010“, verkündete Serienkoordinator Josef Kaspar.

Zwar weist das offizielle Endergebnis des Rallye Masters 2010 stolze 188 Platzierungen aus, doch bei genauerer Betrachtungsweise ergibt sich ein anderes Bild. Da keine Einschreibung verlangt wird, kann man nur den Fahrern ein wirkliches Interesse nachsagen, die mehr als die Hälfte der Läufe bestreiten. Für die abgelaufene Saison bleiben damit nur noch 22 Piloten übrig. Zieht man die Teilnehmer des HJS Diesel Masters ab, finden sich gerade einmal 11 Fahrer, die aktiv an der ADAC Serie teilgenommen haben.

Quelle: RallyeMag