Diverses

28. August 2011

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12. April 2011


Kurzbericht Albert/Suling zur 48. ADMV Rallye Erzgebirge vom 08.-09.04.2011

Die Rallye fand im entfernt gelegenen Stollberg nahe der Tschechischen Grenze statt. Am Freitag war ab 6 Uhr das Besichtigen der Prüfungen möglich. Für zwei Rundkurse und zwei A/E-Prüfungen war ein Aufschrieb zu erstellen. Von 98 Kilometern waren ca 20 Kilometer auf Schotter, 25 Kilometer Spurplatten und der Rest Asphalt.

Wir fuhren zuerst zum Showstart in den Ortskern und danach zur WP1. Hier handelte es sich um einen Zuschauerrundkurs – 5 Runden lang, 15% Schotteranteil und fast nur 1. bis 3. Gang. Nicht ganz unsere Welt, da der Beifahrer fast nur zum Rundenzählen degradiert wird. Der Start war ein Massenstart von sechs bis acht Fahrzeugen. Als wir das erste Mal auf den Schotter gekommen sind, hieß es eher fliegen als fahren. Der Kadett durfte hier die ersten kräftigen Schläge einstecken. Auf Grund der starken Belastungen haben wir uns leider einen schleichenden Plattfuss an der Hinterachse eingefahren. Mit dem ersten Ergebnis waren wir aber dennoch zufrieden.

Am Samstag mussten wir bereits um 7.25 Uhr aus dem Park Ferme starten. Die WP 2 bestand aus 10 Kilometer Spurplattenweg. Die Platten waren nicht ganz eben und wir wurden gut durchgeschüttelt. In der Prüfung haben wir eine Kuppe etwas falsch eingeschätzt, wodurch wir auf die Wiese ausweichen mussten. Der kleine Fehler kostete 15 Sekunden, dann ging aber alles weiter. Es folgte mit WP3 ein Rundkurs. Auch hier war der Schotterbereich in einem ganz schlechten Zustand. Ansonsten war der Kurs schön gesteckt. Vor allem gab es eine schöne Ausfahrt mit einem kurvenreichen Zieleinlauf.
Im Service bemerkten wir dann, dass ein Reifen ein Nagel hatte. Damit waren nach drei Prüfungen bereits zwei Reifen defekt. Die beiden Jungs im Service haben die Reifen schnell umgesteckt und weitere Kontrollen gemacht.
In der zweiten Runde wurden die WP 2 und 3 wiederholt. Die Spurplattenprüfung absolvierten wir nun ohne Probleme und schon war die Zeit eine ganz andere. Bei der Rundkursprüfung kam aber wieder die Reifenproblematik hoch. Bereits nach der ersten Runde fingen wir uns vorne einen Platten ein.




Im folgenden Service mussten wir nun handeln. Die eine Reifensorte war stark eingeschränkt, zumal die vielen Defekte nicht gerade für sie sprachen. Also haben wir umgerüstet.
Es folgte wieder die „beliebte“ Spurplatten-WP gefolgt von einer wunderschönen selektiven Prüfung. Diese neue WP7 war über 11 Kilometer lang und hatte eine riesige Ortsdurchfahrt gefolgt von vielen Kurven.

Nun ging es in den letzten Service bevor die beiden letzten WPs zu fahren waren. Hier zeigten sich schon die ersten Auswirkungen der sehr harten Schotter- und Spurplattenwege. Ein Motorlager ist defekt und die Verstärkung des Auspuffes ist lose. Alles in einem Bereich der uns nicht daran zweifeln ließ, das Ziel zu erreichen.
Zuerst musste die Freitagnacht-Prüfung absolviert werden. Diesmal zwar im Hellen, aber die Schotterstrecke ist natürlich nicht besser geworden. Wir „sprangen“ ins Ziel und während wir auf die Rückgabe der Bordkarte warten, mussten wir mit ansehen, wie die Wasserkühleranzeige die 100 Grad deutlich überschritt. Auch auf der folgenden Verbindungsetappe ging die Gradzahl kaum runter. Das bedeutete, wir mussten die aus WP7 bekannte Prüfung mit voller Heizung fahren. Trotz dieser heißen Erfahrung erreichten wir erfolgreich Ziel.

Am Ende sprang ein guter fünfter Rang heraus. Wir sind damit glücklich, da wir eine volle Klasse bei gleichzeitig starken Teilnehmern und stärkeren Fahrzeugen hatten.
Die Rallye war gut organisiert und der Zeitplan hat uns gut gefallen. Schade, dass die Strecken nicht das geboten haben, was wir dachten.


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22. März 2011


Die Gesamtsieger

Ruhoff/Baumeister gewinnen im Tesla die 1. Nordeuropäische E-Mobil Rallye

Stromos, Peugeot iOn und Mitsubishi i-MiEV belegen die Folgeplätze


Die 1. Nordeuropäische E-Mobil Rallye startete am Samstag in Aabenraa bei sonnigem Wetter und das Lächeln der Sonne übertrug sich im Laufe der zwei Tage auf das komplette Starterfeld. Der Eco-Mobility e.V. aus Kiel und die Motorsportfreunde Idstedt hatten eine E-Mobil Rallye auf die Beine gestellt, die alle Erwartungen übertraf.

Nach vierzehn Wertungsprüfungen standen die Gesamtsieger und platzierten Teams am Sonntag auf der new energy husum Messe fest. Der Münchener Tim Ruhoff mit Beifahrerin Anna Baumeister sicherten sich mit 103,2 Punkten den Gesamtsieg auf einem Tesla Roadster Sport vor dem E.ON-Hanse Team aus Rendsburg (107,7 Pkt.), das mit einem German E-Car „Stromos“ das Ziel erreichte. Platz drei der Gesamtwertung ging mit 128,7 Punkten an das KESH-Professorenteam der Fachhochschule Kiel. Professor Eisele, Prof. Lebert und Beifahrer Ewers fuhren im nagelneuen Peugeot iOn ein wirklich „professionelles“ Ergebnis ein. Dicht gefolgt vom Mitsubishi-Team Haulsen/Haulsen, die den i-MiEV der Schleswiger Stadtwerke mit 148,7 Punkten auf Platz vier platzierten.

Den Teilnehmern wurde auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen nichts geschenkt. Der Veranstalter hatte das Mix der Prüfungen auf neun Sollzeit-, drei Orientierungs- und zwei Leistungsprüfungen gut verteilt. Wer nicht präzise und aufmerksam die Aufgaben bewältigte, wurde automatisch in den Plätzen nach hinten gereicht.







Viel Spaß hatten die Rallyeteams und Zuschauer bei den Leistungsprüfungen in Flensburg-Schiffbrücke und auf dem abgesperrten CITTI-Park-Gelände. Überraschen konnte dort ein Citroën Berlingo-Nutzfahrzeug vom Team e8energy aus Hamburg mit nur 42 kW Leistung, aber starker Batterieleistung. Die Besatzung Ernst/Ait Bahou fuhren mit dem Lieferwagen auf der 250 Meter langen Slalomstrecke sogar schneller als der Tesla vom Team „KlimaInvest“ (215 kW).

Bei dieser E-Mobil Rallye, die ausschließlich mit Elektrofahrzeugen gestartet wurde, ging es aber nicht nur um Sportlichkeit. Das Wissen der Fahrer über die Technik war auch gefragt. Der Sonderpreis Speichertechnik wurde von der Lübecker O.M.T.-Tochter E-Mobility an denjenigen vergeben, der die Batterietechnik seines Fahrzeugs am besten erklären konnte. Von allen 40 Teams war Michael Haberstroh-Andresen der Technikprofi. Kein Wunder, denn er startete mit einem selbst umgebauten VW Beetle gegen die renommierten Hersteller und erreichte das Ziel immerhin auf Platz 27.

Die Nordeuropäische E-Mobil Rallye wird auch im nächsten Jahr starten und möchte dazu beitragen, dass Elektromobilität mit regenerativem Strom nicht nur Spaß macht, sondern auch schon jetzt erfahrbar ist. BBS

Gesamtergebnis [44 KB]

Foto (Dr. Zitscher): Gesamtsieger Ruhoff-Baumeister
Jost de Jager, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein und der Bundestags- abgeordnete Andreas Jung, Koordinator für Elektromobilität, applaudieren dem Siegerteam Ruhoff/Baumeister.


16. März 2011


.. auch für Rallyes?

San Felipe 250: Hindernis-Sprint im Trophy Truck

Liebe Freunde,
Start! Ich gebe Gas, der Achtzylinder röhrt wie ein angestochener Tyrannosaurier, und ab geht die Post mit fast 800 PS. Es ist der 12. März, es ist 30 Grad heiß. Ich komme gerade von meinem wunderbaren Winterfahrtraining in Finnland (minus 30 Grad) und jetzt katapultiere ich mich mit Pete Sohrens‘ Trophy Truck über die ersten Meter der 25. „San Felipe 250“, die Häuser der Stadt an der Ostküste der Baja California fliegen scheinbar an uns vorbei. Ich höre Bryan Lyttles Stimme im Intercom, der Rhythmus ist schnell gefunden. Nach acht Kilometern rasen wir auf ein Feld von Felsen zu. Ich bin eine Zehntelsekunde lang unsicher: Zwischen die Räder nehmen? Unter die Laufflächen bringen? Diese Zehntelsekunde ist zu lang: Links sind beide Reifen platt, die Bremsscheiben zerstört.

Bryan & Taylor hechten aus dem Auto, eine Besonderheit in diesen Truck, man hat einen Beifahrer und einen Mechaniker im Cockpit, und man sitzt als Fahrer in der Mitte wie in einem Formelauto.

Sie reißen die Räder runter, entfernen per Notoperation die Reste der Bremsscheiben und legen die Bremse links still. Zwei neue Räder drauf (ein Rad wiegt rund 40 Kilo). Bryan & Taylor springen (möglicherweise jetzt je fünf Kilo leichter) in Ihre Sitze, Raketenstart und weiter. Ohne Bremse links machen wir gut Dampf – bis bei etwa 115 Kilometern ein Reifen hinten rechts schlagartig Luft verliert – als wäre ein Ventil abgerissen. Am Service gibt es ein neues Rad, und wir übergeben den Trophy Truck nach rund 230 Kilometern auf Platz 15 an meinen Partner Pete Sohren – „alias Pistol Pete“.

Über Pete muss man wissen, dass sie ihn im Sport „Pistol Pete“ nennen. Das bedeutet, dass Pete extrem schnell ist und das Wort „Angst“ nichtmal buchstabieren kann. Mit all seiner Routine und Fahrkunst bringt Pete den schwer angeschlagenen Truck nach 250 Meilen auf dem 16. Platz zurück nach San Felipe in das Ziel. Eine unglaubliche Leistung.




Was bleibt mir? Ich kann mich nur herzlich bei Pete bedanken für die Chance, seinen Truck zu fahren, für sein Vertrauen und für die tolle Zeit, die wir bei diesem Rennen hatten. Ich sage dem AGM-Team und Martin Christensen meinen herzlichen Dank für das wie immer perfekte back-up. Martin macht’s richtig: Ich war doch arg enttäuscht. Immerhin hatten er und ich hier 2010 einen sensationellen Gesamtsieg herausgefahren. Aber Martin hält sich nicht mit Nostalgie auf. Sein Blick geht nach vorn, ich Richtung AGM Trophy Truck. Richtig Martin, let’s go for it!

Vielleicht hattet Ihr es gehört: Vor rund vier Wochen habe ich mir beim Sport eine Achillessehne abgerissen. Damit wäre mein Start normalerweise unmöglich gewesen. Aber Dr. Martin Pöll als Arzt und mein Physiotherapeut Sigi Hornikel haben geschafft, was manche nie für möglich gehalten hätten: Ich bin die San Felipe 250 völlig schmerzfrei gefahren! Das ist kein Wunder für mich bei so einem Team. Dafür herzlichen Dank. Vor allem aber sage ich meiner Frau Petra und meinen zwei Kindern „vielen Dank!!“. Ohne Petras Unterstützung, ohne meine Kinder, die superlieb waren und mir Mut gemacht haben und mich viele Stunden unterstützten und pflegten, wäre ich in San Felipe nicht dabei gewesen. Nun bin ich sehr froh, endlich wieder nachhause zu kommen.

Ja und wie soll es auch anders sein? Es geht sofort weiter. Die Vorbereitungen der Baja 300 Powerdays laufen auf Hochtouren. Nachdem ich mit meinem Fuß diverse Termine nicht wahrnehmen konnte, muss ich nun mit Hochdruck arbeiten, um wieder Anschluss an meine Truppe zu bekommen. Denn die hat in den letzten Wochen ebenfalls Vollgas gegeben.

Mehr Neues in vier Wochen. Bis dahin,

herzlich,
Armin